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Neues aus den Kliniken


Medizinisches Konzept vorgestellt

Das St. Joseph-Hospital und die DRK Klinik Am Bürgerpark bilden Behandlungszentren. Der Presse wurde...

Unser Pflegeleitbild

Pflegeleitbild
für das Zentrum für Senioren im Haus Karolinenhöhe

Das Haus Karolinenhöhe ist eine Einrichtung der DRK-Krankenanstalten Wesermünde und enthält neben anderen Fachabteilungen ein Altenpflegeheim mit 60 ausgewiesenen Plätzen, aufgeteilt in 2 Wohn- und Pflegebereiche.

Wir Mitarbeiter dieser Altenpflegeeinrichtung verstehen uns als Team, das sich vor allem darum bemüht, den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt zu stellen, sowohl den hochbetagten, kranken oder behinderten Bewohner und dessen Angehörige, als auch die Mitarbeiter der einzelnen Berufsgruppen, die an Pflege und Behandlung, Betreuung und Versorgung beteiligt sind.
Wir arbeiten daran, dass sich die Bewohner dazugehörig und heimisch fühlen und in Würde und möglichst selbstbestimmt leben können. Dass sie in die Lage versetzt werden, ihre Ressourcen zu nutzen, und die Förderung ihrer Lebenskraft und ihres Genesungswillens bei Krankheit als heilende Kräfte erfahren.

Die Grundlagen und Werte für unser Handeln entsprechen denen des Roten Kreuzes: wir bemühen uns, alles Notwendige und Sinnvolle zu tun, das dazu beiträgt, Krankheiten, Leiden und Körperschäden zu heilen oder zu lindern, die Selbstbestimmtheit und Lebensqualität der Bewohner zu fördern, ihnen unnötiges Leid zu ersparen und ein würdiges Sterben zu ermöglichen.

Ein Umzug in ein Altenheim bedeutet immer einen Verlust des bisherigen sozialen Umfeldes. Um den Kontakt zu Angehörigen, Bekannten und ehemaligen Nachbarn besser aufrecht erhalten zu können, hat jeder Bewohner die Möglichkeit, sich einen privaten Telefonanschluss legen zu lassen. Auch kann er zu jeder Zeit Besuch empfangen, wobei in einem Zweibett-Zimmer die Ruhezeiten des Mitbewohners zu respektieren sind. Sollten Angehörige den Wunsch haben, aufgrund einer besonderen Situation eine gewisse Zeit ganz bei ihrem Angehörigen zu verweilen, so wird diesem Wunsch selbstverständlich nachgekommen.
Eine Einbindung von Angehörigen oder anderen Bezugspersonen in Betreuung und Pflege ist auf Wunsch, gegebenenfalls mit der nötigen Hilfestellung, möglich.

Mit Unterstützung der Mitarbeiter des Pflegeheims gelingt es dem Bewohner, sich in der neuen Umgebung einzuleben. Die Betreuenden versuchen, ihm dies zu erleichtern, indem sie seinem Schmerz zuhören, ohne seine Probleme lösen zu wollen, und ihm die angenehmen Seiten seines jetzigen Lebensraumes zeigen – betreut und gepflegt zu werden, sich sicher und aufgehoben fühlen zu können und aus diesem Sicherheitsgefühl heraus vielleicht noch einmal einen neuen Anfang zu machen.
Der Dialog zwischen Bewohner und Mitarbeitern bildet die Grundlage für das tägliche Handeln. Über den wechselseitigen Austausch von Informationen hinaus bietet das Gespräch die Möglichkeit, einander persönlich kennen zu lernen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, in der auch Fröhlichkeit und Lebensfreude ihren Platz haben! Selbstverständlich findet der Bewohner auch geduldige Zuhörer bei der Schilderung seiner Probleme oder einen Partner bei der Besprechung des Tagesgeschehens.

Auch bietet sich ihm die Möglichkeit, neue Kontakte zu Mitbewohnern und Pflegenden zu knüpfen und an hausinternen Veranstaltungen und Beschäftigungen teilzunehmen.
Im Haus Karolinenhöhe finden über das Jahr mehrere fest geplante Veranstaltungen statt: jahreszeitliche Feste wie Frühlingsfest, Sommerfest, Advents- und Weihnachtsfeier, bei denen auch Angehörige herzlich willkommen sind, gemeinsames Frühstück mit den Pflegenden Ostern und Pfingsten, das Abendessen mit den Pflegenden am Heiligen Abend.
Einmal im Monat treffen sich Bewohner und Angehörige mit der Heimleitung zu einem gemeinsamen Kaffeetrinken und Singen, wöchentlich wird Ergotherapie und Seniorengymnastik angeboten.
Darüber hinaus werden je nach Bedürfnissen der Bewohner und Möglichkeiten des Hauses spontane Beschäftigungen und Unternehmungen angeboten.
Jeder Wohn- und Pflegebereich verfügt über eine zentrale Radioanlage und einen Fernsehraum. Darüber hinaus steht es jedem Bewohner selbstverständlich frei, in seinem Zimmer einen eigenen Fernseher oder eine eigene Musikanlage zu benutzen.
Die seelsorgerische Betreuung der Bewohner ist unter Berücksichtigung der Religionen und Konfessionen sichergestellt. Etwa sechsmal pro Jahr finden im Haus Karolinenhöhe Andachten statt. Der Besuch von Gottesdiensten außerhalb des Hauses kann organisiert werden. Eine individuelle seelsorgerische Betreuung wird auf Wunsch vermittelt.

Als zentrale Aufgabe sehen wir die Aktivierung und Förderung der Selbständigkeit der Bewohner. Um dem Anspruch auf Ganzheitlichkeit des Individuums nachzukommen, berücksichtigen wir die Aktivitäten des täglichen Lebens, die individuellen existentiellen Erfahrungen und die bereits genannten Bedürfnisse nach Religion, kultureller Eigenständigkeit und Informationen.

Wir organisieren unsere Arbeit bewohnerzentriert. Unsere geplante Pflege orientiert sich am Pflegeprozess. Probleme und Ressourcen werden erfasst und individuelle Ziele formuliert. Pflegerische Maßnahmen werden mit Einverständnis des Bewohners festgelegt, ständig überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Der Bewohner erhält eine umfassende und verständlich Aufklärung über das, was mit ihm geschieht oder geschehen wird. Die Einwilligung in pflegerische Maßnahmen erfolgt immer vor der Erbringung der Leistung.

Jeder Bewohner hat eine besondere Bezugsperson bei den Pflegenden, die er in Anspruch nehmen kann, wenn er Wünsche oder Probleme hat. Selbstverständlich stehen ihm auch alle anderen Pflegenden und Betreuenden zur Verfügung.
Einen Einstieg in die Kommunikation findet er beim Aufnahmegespräch mit der Heimleitung oder einer qualifizierten Pflegenden. Heimleitung und Pflegende gehen auf die Angehörigen zu und bieten auch ihnen das Gespräch an. Auf Wunsch vermitteln wir Kontakte mit den behandelnden Ärzten und anderen Diensten.

Die Privatsphäre und Intimsphäre der Bewohner wird bei allen Verrichtungen des täglichen Lebens gewahrt: bei der Ansprache des Bewohners mit Nachnamen und „Sie“, bei der Körperpflege, der Nahrungsaufnahme, der Toilettenbenutzung, bei
(Telefon-)Gesprächen und im Kontakt mit Angehörigen oder dem Arzt.
Wir erwarten auch von den Bewohnern, deren Gesundheitszustand es zulässt, dass sie sich bemühen, die Intimsphäre ihrer Mitbewohner zu respektieren.

Die Sicherheit des Bewohners wird durch angepasste Qualität der Versorgung, insbesondere durch pflegerische Standards und regelmäßige Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter gewährleistet. Unnötige Belastung unserer Bewohner durch pflegerische oder therapeutische Maßnahmen werden vermieden.
Notfallsituationen werden rechtzeitig bemerkt und entsprechend vorrangig behandelt. Alle Bewohner haben die Möglichkeit sich durch eine zentrale Rufanlage bemerkbar zu machen. Orientierungslosigkeit und Verlust an Selbstverständnis werden durch ein vermehrtes Maß an Begleitung und Aufsicht ausgeglichen.

Wir lassen Sterbende in ihrer letzten Lebensphase nicht allein. Der sterbende Bewohner verbleibt in seiner gewohnten Umgebung. Falls er einen Mitbewohner hat, so wird diesem ein vorübergehender Umzug in ein anderes Zimmer angeboten. Pflegende richten die Umgebung des Sterbenden so her, dass er sich wohl und geborgen fühlen kann und übernehmen abwechselnd die Sterbebegleitung.
Angehörige werden wunschgemäß über das Befinden ihres Angehörigen unterrichtet, sie sind jederzeit willkommen, bei dem Sterbenden zu verweilen. Ihren Ängsten und Fragen wird zu jeder Zeit einfühlsam begegnet, sie sollen niemals das Gefühl haben, alleingelassen zu sein.


Die Mitarbeiter fühlen sich persönlich akzeptiert und erfahren eine hohe Wertschätzung ihrer Arbeit. Der Entfaltung eigener Ideen und der Entwicklung eigener Ziele im Berufsfeld wird ausreichend Raum zugestanden.
Sie arbeiten mit an der Weiterentwicklung von Pflege, Betreuung und Verwaltung des Hauses.
Durch zeitnahes Feedback, durch das Aussprechen von Lob und Anerkennung und konstruktive Kritik durch die Vorgesetzten wird die Entwicklung positiv verstärkt.

Untereinander verhalten sich die Mitarbeiter kollegial, indem sie sich helfen und Auswirkungen ihres Handelns auf andere Mitarbeiter beachten.
Notwendige Kritik wird konstruktiv angebracht. Kritische Äußerungen über andere Mitarbeiter oder Berufsgruppen im Beisein von Bewohnern, Angehörigen und Besuchern des Altenheims werden vermieden.

In der Dienst- und Urlaubsplanung werden die Wünsche der Einzelnen so weit wie möglich berücksichtigt. Jeder hat das Recht auf angemessene Ruhepausen.
Auch ist es jedem freigestellt, sich in Fragen des Arbeits- und Tarifrechts an den Träger bzw. an den Betriebsrat zu wenden.

Die Mitarbeiter sind bemüht, sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln, um fehlendes Wissen aufzuarbeiten und praktische Fähigkeiten einzuüben.
Ein gepflegtes äußeres Erscheinungsbild ist selbstverständlich.
Die Kommunikation untereinander und mit anderen Bereichen und Berufsgruppen ist durch Höflichkeit geprägt. In Teamsitzungen und gemeinsamen Besprechungen mit offener und ehrlicher Diskussion werden Konflikte aufgearbeitet und das Verständnis füreinander gestärkt.
Insgesamt arbeiten wir daran, die Qualität unserer täglichen Arbeit auf einem hohen Stand zu halten und noch weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir in verschiedenen Arbeitsgruppen, deren Ergebnisse in Protokollen schriftlich fixiert und praktisch umgesetzt werden.