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Neues aus den Kliniken


19. Debstedter Symposium

Das Knie und die Schmerzen

Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin

Jährlich werden durch die Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin ca. 8.500 Narkoseleistungen für die Klinik Am Bürgerpark und die Seepark-Klinik Debstedt erbracht.

Als Leistungszentrum für „perioperative Medizin“ kümmern wir uns in der gesamten operativen Phase um Ihre Sicherheit; diese umfasst den Zeitraum vor während und nach dem Eingriff. Dazu gehören die rechtzeitige Aufklärung und Risikoeinschätzung, die Auswahl des Narkoseverfahrens mit entsprechenden Möglichkeiten der Schmerztherapie, Anwendung blutsparender Maßnahmen  sowie die gegebenenfalls notwendige intensivmedizinische Betreuung und Behandlung nach einer Operation.

 

Anästhesieambulanz

 

Für einen mittel- oder langfristig planbaren Eingriff  erfolgt Ihr erster Kontakt mit einem Anästhesisten auch ambulant. Hier können mögliche Risikofaktoren frühzeitig erkannt und ggf. in Zusammenarbeit mit Ihrem Hausarzt rechtzeitig vor dem geplanten Eingriff behandelt werden. So wird gewährleistet, dass Sie in  optimalem individuellen Gesundheitszustand operiert werden können.

Besonders erfahrene Ärzte werden mit Ihnen über die verschiedenen Anästhesietechniken, Möglichkeiten der postoperativen Schmerztherapie und fremdblutsparende Maßnahmen sprechen und gemeinsam mit Ihnen die entsprechenden Verfahren erläutern.

 

Blutsparende Maßnahmen

 

Durch ständige Verbesserung der Operations- und Anästhesietechniken reduziert sich mittlerweile der Blutverlust bei größeren orthopädischen Eingriffen auf eine sehr geringe Größenordnung. Aus diesem Grunde verzichten wir in den meisten Fällen auf eine Eigenblutspende vor endoprothetischen Eingriffen und bieten als ebenso effiziente Alternative die Aufbereitung des während und nach der Operation aufgefangenen Wundblutes an (Maschinelle Autotransfusion). Damit lassen sich im Bedarfsfall 60 – 70% der eigenen roten Blutkörperchen zurückgewinnen womit eine der Eigenblutspende vergleichbare Sicherheit gewährleistet wird.

 

Die Transfusionswahrscheinlichkeit bei großen urologischen Eingriffen (z. B. radikale Prostataentfernung) beträgt ca. 1%, so dass auch hier kein Nutzen in der Eigenblutspende liegt. Ähnliches gilt für die chirurgischen Eingriffe im Bauch- und Brustraum.

 

Selbstverständlich wird die Eigenblutspende bei gesundheitlicher Eignung des Patienten weiterhin auf Wunsch angeboten.

 

Narkose

 

Die eigentliche „Narkose“ ( griech. nαρκάειν: “erstarren, schlafen“) gehört zu den Kernleistungen der Anästhesie. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieser Bereich durch neue Techniken und Überwachungsmethoden erheblich weiterentwickelt.

Neben der „Allgemeinanästhesie“ werden heute   - vorzugsweise bei orthopädischen und unfallchirurgischen Eingriffen -   regionalanästhesiologische Verfahren (rückenmarksnahe Regionalanästhesie, Plexusanästhesie) angewendet. Für große Operationen kommen auch Kombinationen und Kathetertechniken in Frage.

Modernste Überwachungsmethoden  - wenn notwendig auch mittels Herzkatheter -   sorgen für höchste Sicherheit während der Operation.

 

Intensivstation

 

In einigen Fällen wird nach einem operativen Eingriff die Überwachung und Behandlung auf der Intensivstation notwendig. Obwohl viele Patienten Angst vor diesem Ort haben, ermöglicht die Intensivmedizin durch  lückenlose Überwachung und gezielte Behandlung von Störungen des Herz- / Kreislaufsystems oder der Atmung erst den erfolgreichen Verlauf einer Operation.

Besonders geschultes Pflegepersonal und die ständige Präsenz eines Arztes der Anästhesieabteilung sorgen dafür, dass Sie die postoperative Phase sicher überstehen. Sobald alle Organfunktionen stabilisiert sind werden unsere Patienten wieder auf die allgemeine Pflegestation verlegt; dies kann in Abhängigkeit vom Verlauf auch erst nach einigen Tagen möglich sein.

 

Schmerztherapie

 

Zur Behandlung von Schmerzen nach Operationen stehen verschiedene individuell angepasste Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Gabe von systemisch wirksamen Schmerzmitteln kommen regionale Nervenblockaden in Form von rückenmarksnahen oder peripheren Kathetertechniken zur Anwendung. Eine weiteres Verfahren ist die sogenannte „Patienten – kontrollierte – Analgesie“ (PCA), bei der die Patienten die Dosierung des Schmerzmittels selbst steuern.

Im Rahmen der Schmerzbehandlung besteht enge Kooperation mit den operativen Abteilungen der Kliniken.

Während  des Narkosevorgespräches werden wir mit Ihnen über geeignete Verfahren sprechen.